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Tränennasenwegserkrankungen im Kindesalter

6% der Neugeborenen weisen eine Störung des Tränenabflusses auf. Bei den meisten Kindern handelt es sich um eine Persistenz der Hasner-Membran. Die Hasner-Membran ist ein dünnes Häutchen, welches den Übergang von den Tränenwegen zur Nase verschließt und sich eigentlich vor der Geburt oder spätestens wenige Tage danach zurückbilden soll.
Persistiert diese Membran, kommt es durch die Störung des Tränenabflusses zu tränenden Augen (verbreiterter Tränenspiegel im Auge mit "Überlaufen" sowie zu verklebten Augen durch das Eindicken der Tränenflüssigkeit im Tränensack und sekundären bakteriellen Infektionen.

Da in den ersten Lebensmonaten eine große Chance zur Spontaneröffnung der zarten Membran besteht, behandelt man bis zum Ende des 3. Lebensmonats nur sekundäre Infektionen (Entzündungen) und versucht, durch Massage des Tränensacks die Eröffnung zu unterstützen.

Nach dem 3. Lebensmonat sinkt die Chance auf eine Spontaneröffnung erheblich, auch wenn bis zum 1. Geburtstag immer noch in Einzelfällen spontane Besserungen beschrieben sind.
Hier gibt es jetzt die Möglichkeit einer vorsichtigen Tränennasenwegssondierung ("Spülung"), bei der mit einer abgerundeten speziellen Sonde nach Bangerter die Tränenwege vorsichtig bis zur Hasner-Membran sondiert und die Hasner-Membran durch Überdruckspülung oder direkte Sondierung eröffnet wird.

Im ersten Lebensjahr ist diese Behandlung ohne Vollnarkose möglich. Es ist jedoch erforderlich, das Kind dazu gut zu fixieren, um Komplikationen durch Wackeln des Kopfes oder Abwehrbewegungen zu vermeiden. Die Augen werden durch ein Lokalanaesthetikum betäubt. Zudem bekommen die Babies einen Tropfen Zuckerlösung auf die Zunge.
In der Regel dauert die Spülung nur wenige Minuten (schnellstens 30 sec.!), so dass der Stress für das Kind (und seine Eltern) und der Nutzen der Behandlung (>90%ige Erfolgsrate, sehr geringe Komplikationsrate) in einem guten Verhältnis stehen.
In komplizierteren Fällen, bei schwierigen Ausgangssituationen, bei Wiederverschluß oder ab Kleinkindalter ist die Sondierung in Narkose möglich. In der Regel können wir Ihnen das ambulant anbieten.

Bitte sprechen Sie mit uns über Ihre Fragen und Befürchtungen! Wir geben uns Mühe, Ihnen alle Fragen zu beantworten, Ängste zu nehmen und die Behandlung für Ihr Kind kompetent und schnell zu ermöglichen!

Sprechzeiten:

Montag - Freitag:  7.30 -13.30 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 14.00-16.30 Uhr

Kontakt:

Terminvereinbarung
Frau Monique Hanke
Telefon: 0351 / 458 2102
E-Mail: sehschule@uniklinikum-dresden.de