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Sie befinden sich hier:  Augenklinik - Pressespiegel - News (19.03.2004)    

Augenärzte des Uniklinikums starten Hilfsaktion in Ruanda

Prof. Markus Kohlhaas operiert zwei Wochen kostenlos in afrikanischem Land / Vierköpfiges Team startet am Sonntag
 
Um die Folgen des extremen Mangels an Augenärzten in Ruanda zu lindern, reisen zwei Ärzte und zwei Schwestern der Klinik und Polikli-nik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in das afrikanische Land. Ausgestattet mit Operationsinstrumenten, Medikamenten sowie Verbandsmaterial fliegen die Spezialisten am Sonntag in die Stadt Butare, wo sie in der dortigen Universitätsklinik operieren. Um die 200 geplanten Eingriffe vornehmen zu können, spendeten Medizinfirmen und die Klinik selbst rund 4.000 Euro, das Klinikum stellt Ärzte und Schwestern für die Hilfsaktion frei.

„In Ruanda herrscht eine dramatische Unterversorgung an Augenärzten“, berichtet Dr. Matthias Müller-Holz von der Dresdner Augenklinik des Uniklinikums. Er schätzt, dass sich die Zahl der in dem afrikanischen Land praktizierenden Fachkollegen im einstelligen Bereich bewegt. Ein Mangel, unter dem auch die Medizinische Fakultät der Universität in Butare leidet: Mangels eines eigenen Facharztes steht die Augenheilkunde dort nicht auf dem Lehrplan. Das vierköpfige Team um Prof. Markus Kohlhaas reist jedoch in erster Linie nach Ruanda, um zu operieren. Rund 100 Patienten stehen bei der ersten Hilfsaktion dieser Art auf der OP-Liste. Bei ihnen ist der Graue Star so weit fortgeschritten, dass sie ihr Sehvermögen komplett eingebüßt haben. Ihnen entfernen die Augenspezialisten die natürliche, jedoch altersbedingt getrübte Linse und setzen eine aus Kunststoff ein. Der unkomplizierte Routineeingriff bewirkt bei den Patienten Wunder: „Sie können wieder sehen und sind nicht mehr auf die Hilfe der Umgebung angewiesen“, erzählt Dr. Müller-Holz. Das sei gerade in einem armen Land wie Ruanda wichtig.
 
Kontakte in den zentralafrikanischen Staat unterhält Klinikdirektor Prof. Lutz Pillunat bereits seit mehreren Jahren. Er berät die ruandische Regierung beim Aufbau der augenärztlichen Versorgung ihrer Einwohner. Mit der knapp zweiwöchigen Hilfsaktion in Butare starten die Dresdner eine langfristig angelegte Kooperation mit der Universität der Stadt. „Wir hoffen, mit den Eingriffen auch Medizinstudenten für unser Fach zu gewinnen und so etwas gegen den Ärztemangel zu tun“, so Augenarzt Dr. Müller-Holz.

Die für die Operationen benötigten intraokularen Linsen, Verbands- und Verbrauchsmaterial wie OP-Tücher sowie Medikamente spendeten die Pharmafirmen Novartis, Pharm Allergan und Dr. Mann Pharma sowie AMO  Advance Medical Optics. Ein Viertel der Sachkosten stellte die Augenklinik des Uniklinikums zur Verfügung, weitere Gelder stammen von der Christoffel Blindenmission.

Kontakt:
Universitätsklinikum Dresden
Pressestelle
Holger Ostermeyer
Tel. 0351/ 4 58 41 62
Fax 0351/ 4 58 43 88