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Sie befinden sich hier:  Augenklinik - Pressespiegel - News (22.07.2003)    

Erster europäischer Professor für refraktive
Chirurgie lehrt in Dresden

PD Dr. Markus Kohlhaas startet Langzeitstudien zu Folgen von Laser-Operationen an der Hornhaut

Privatdozent (PD) Dr. Markus Kohlhaas wird erster europäischer Professor für refraktive Chirurgie. Der 40-jährige Augenarzt folgt dem Ruf der medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus. Im Mittelpunkt seiner Forschungen werden Langzeitstudien stehen, die sich mit den Folgen der operativen Korrektur von Fehlsichtigkeiten beschäftigen. Als erfahrener Operateur behandelt Kohlhaas selbst Patienten mit einem hochmodernen Eximer-Laser des Universitätsklinikums, der seit März 2003 in Betrieb ist.

Immer mehr Menschen lassen sich die Fehlsichtigkeit ihrer Augen mit dem Laser korrigieren, und erfüllen sich so den Wunsch nach einem Leben ohne Brille. In den USA sind es mehr als eine Million Kurz- oder Weitsichtige, die sich jedes Jahr ihre Hornhaut mit dem hochkonzentrierten Lichtstrahl so formen lassen, dass sie keine korrigierenden Brillengläser oder Kontaktlinsen mehr tragen müssen. "Dort gibt es Regionen, in denen es ein Zeichen der Armut ist, eine Brille zu tragen - so wie in Deutschland im Fall von fehlenden Zähnen", sagt Markus Kohlhaas. Auch in Europa entscheiden sich immer mehr Patienten für diese Operationstechnik, die in den vergangenen Jahren weiter verfeinert wurde. Rund 70 bis 100.000 Laser-Korrekturen habe es 2002 allein in Deutschland gegeben, schätzt der neu berufene Professor.

"Trotz der seit Jahren stark steigenden Zahl von Eingriffen gibt es noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über die langfristigen Folgen von Laser-Operationen an der Hornhaut", erklärt der Augenarzt. Grund für dieses Defizit: "Bis vor etwa zehn Jahren galt der Eingriff als Schönheitsoperation, und war deshalb in den Augen vieler Wissenschaftler unbedeutend", berichtet Kohlhaas. In den letzten Jahren jedoch habe ein Wertewandel stattgefunden: Durch die weiter verfeinerte Technik vergrößerte sich der Kreis der Patienten, deren Fehlsichtigkeit sich mit dem Laser korrigieren lässt. Auch die relativ hohen Kosten von etwa 1.600 Euro pro Auge - in der Regel übernehmen die Krankenkassen diese Kosten nicht - können den Aufwärtstrend offenbar nicht stoppen.

Die Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums (UKD) öffnete sich nach der Wende dieser Operationstechnik. Anfang der 90er Jahre hatte der damalige Klinikdirektor Prof. Theo Seiler daran mitgearbeitet, die Lasergeräte in Zusammenarbeit mit Technikern und Computerexperten der TU-Dresden zu perfektionieren. Auch der heutige Klinikdirektor Prof. Lutz Pillunat unterstützt diese Bemühungen.

Mit dem neuen Professor für refraktive Chirurgie gewann Prof. Pillunat einen ausgewiesenen Experten, der zuletzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf als Oberarzt arbeitete und 2001 nach Dresden an die Augenklinik des UKD kam. Bereits Doktorarbeit und Habilitation des neu berufenen Professors thematisierten diese Operationstechnik. Studienaufenthalte an der Rothschild Augenklinik in Paris, der Clinica Lombardi in Rom und anderen Spezialkliniken in Kolumbien und England vervollständigten seinen Erfahrungsschatz, den er nun auch an Studenten und angehende Fachärzte weitergibt.

"Bei meinen Forschungen wird es nicht nur um Langzeitstudien zu den bekannten OP-Techniken gehen. Wichtig ist auch, weitere Möglichkeiten des hochmodernen Lasers in unserer Augenklinik auszuschöpfen", so Kohlhaas. Bereits heute werden neben den oft privat zu zahlenden Laser-Korrekturen von Fehlsichtigkeiten medizinisch notwendig Eingriffe vorgenommen. Mit dem Eximer-Laser lassen sich beispielsweise Narben der Hornhaut entfernen, die die Sicht der Patienten beeinträchtigen. Auch die sehr schmerzhaften Verletzungen des Epithels - der obersten Hornhautschicht des Auges - lassen sich mit dem Laser behandeln. Durch das Glätten dieser Schutzschicht verhindern die Augenärzte ein erneutes Aufreißen.

Kontakt:
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde
PD Dr. Markus Kohlhaas
Tel. 0351/ 4 58 21 99
Fax 0351/ 4 58 4335

Postanschrift: Hausadresse: Besuchsadresse:
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus 
Fetscherstraße 74, 01307 Dresden

Bearbeiter:
Holger Ostermeyer, Pressesprecher
Tel.: (0351) 458 41 62
Fax: (0351) 458 43 88